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BlogParade – Ethik und Moral beschneidet Freiheiten beim Bloggen?

by Sascha on 24. Januar 2014




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Meine Antwort auf den Aufruf zur Blogparade von Weblogmarketing. Es geht darin um folgende Fragen, auf die ich durch Henning Uhle aufmerksam geworden bin. Zwar wollte ich es beim Kommentar belassen, aber das Thema hat mich doch nicht losgelassen.

Was bedeutet Ethik und Moral beim Bloggen?

Ethische Zwänge und moralische Fesseln. Sind das Themen mit denen ich mich als Blogger auseinandersetzen muss? Wie so oft wird gerade bei der Ethik das Thema „Geld“ in den Vordergrund geschoben. Darf ein Blogger Geld an seiner Arbeit verdienen? Die konkrete Fragestellung dazu lautet:

Sollten Blogger nur für ihre Leser und nicht für Geld schreiben?

In meinen Augen ist die Frage schon völlig falsch formuliert, weil das Eine das Andere ausschließt. Entweder schreibe ich für Geld oder für die Leser. Ich habe allerdings noch nie einen fünf Euro Schein dabei erwischt, wie er meine Blogartikel liest. In erster Linie schreibt man als Blogger immer für jemanden. Oder eben nicht.

Ich habe zum Beispiel einen Blog, von dem niemand weiß. Niemand liest ihn oder kommentiert ihn. Weil ich das nicht will. Hier ist der Blog mein Tagebuch, und das geht nur mich an. Meine freie Entscheidung. Sobald ich aber einen Blog für die Öffentlichkeit zugänglich mache, schreibe ich für jemanden.

Auf der anderen Seite betreibe ich auch den Blog „Gegen-Akne-Pickel.de“. Hier geht es nicht um MEINE Probleme. Ein Affiliate Projekt, dass ich mit Texten für die Besucher anreichere, damit ich Geld verdiene. Und ganz ehrlich – ich finde das gut. Warum auch nicht? Ich mache mir die Arbeit mich in ein Thema einzulesen, beschaffe Material, bereite das auf, und versuche Anderen, die diese Fähigkeiten nicht, oder weniger haben, zu helfen. Der Teufel hol mich, weil ich mir das bezahlen lasse.

Geld ist Geil und nichts schlechtes

Moral und Ethik | Lehrer LämpelUm das Gleich mal klarzustellen: Ich gehöre nicht der unerzogenen Spezies Bürger an, denen Geld als etwas eingetrichtert wird, für das HART gearbeitet werden muss, und mit dem man sich zufrieden gibt, was man eben so bekommt. Ich habe mich nie, und werde mich nie mit diesem klein geistigen Denken zufrieden geben. Geld ist nichts schlechtes, nichts anrüchiges, sondern NUR ein Zahlungsmittel. Verurteilt mich, wenn ich mehr davon haben will, als andere. Und das HARTE Arbeit der einzige Weg ist, um an Geld zu kommen, halte ich für völligen Blödsinn.

Das vermutlich ist der Grund, warum das Bloggen in Verbindung mit Geld immer mit gerümpfter Nase betrachtet wird: Bloggen ist ja nicht schwer, dass kann man machen, ohne die Leute mit Werbung zu bombadieren, sie mit angepassten Adsense Anzeigen in die Irre zu führen, oder mit einem positiven Review zu betrügen.

Da stellt sich mir häufig die Frage: Wie blöd sind die Leute eigentlich? Glaubt ihr wirklich, nur weil ich das alles vorkaue, schmeckt das Essen besser? Wer fühlt sich denn gezwungen eine Werbeanzeige anzuklicken, nur weil sie wie Content aussieht? Niemand wird gezwungen.

Wer kauft denn ein Produkt, nur weil ich das empfohlen habe? Die Leser die mich kennen! Die meinem Urteil vertrauen. Die sich einen Gewinn davon versprechen. Und glaubt mir, diese Leser wissen auf was sie sich einlassen! Ich habe noch nie jemanden Betrogen, nur weil ich ein Review zu einem Produkt positiv verfasst habe. Denn wenn das Produkt mir nicht gefällt, schreibe ich nicht drüber. Punkt.

Anders ist das natürlich bei meinen Affiliate Seiten. Ich empfehle Produkte, die ich zwar kenne, aber schon seit Ewigkeiten oder noch nie benutzt habe. Mit welchem Recht mache ich das? Wie kann ich das mit gutem Gewissen? Ich habe kein Recht, und meinem Gewissen geht es toll – ich bin ein unmoralisches Schwein!

Nein – ganz im Gegenteil! Als Affiliate nutze ich mein Können als Autor und frei zugängliche Informationen. Neu arrangiert, besser aufbereitet, vervollständigt an Information – das ist mein Job. Und ich empfehle Produkte. Ich helfe der Industrie diese an den Mann zu bringen. Und dem Leser helfe ich auch. Die Informationen sind korrekt, doppelt und dreifach geprüft, und so arrangiert, das der Besucher was damit anfangen kann.

Mit der Pistole im Nacken stehe ich nicht hinter ihm, und zwinge ihn, sich gerade meine Seite auszusuchen, um dort zu kaufen. Bullshit! Das macht er vollkommen eigenständig und freiwillig, weil er den Gottgegebenen freien Willen nutzt.

Um das Ganze nochmal ein bisschen anzuspitzen: Die Leute die sowieso schon auf ihren Millionen hocken, tausende Besucher haben, direkten Einfluss auf die unkritischen Bürger des Landes haben – warum wird die Debatte hier nicht angesetzt? Warum müssen erst die gelben Engel abstürzen, bis irgendeinem Radiomoderator auffällt, dass die teuren ADAC Schutzbriefe bei den meisten KFZ Versicherungen für ein Viertel des ADAC Preises ebenfalls angeboten werden? (Radio /23.01.2014)

Ist hier nicht viel eher Handlungsbedarf, oder Diskussionsbedarf gegeben, als bei Bloggern, die sich ihr Geld aus dem Blog holen?

Geld ist immer schon ein Thema gewesen „über das nicht gesprochen wird“. Was, woher, wie viel, all diese Fragen wurden schon in der Kindheit damit abgetan – „Darüber spricht man nicht“.

Was sind die NoGo´s für Blogger?

Es gibt keine! Jeder Blogger kann schreiben was immer er will. Jeder darf Lesen was immer er will. Jeder darf alles. Solange sich JEDER Blogger über die Konsequenzen, Strafen und sonstige Rechten und Pflichten bewusst ist. Ich kann schreiben, dass ich eine Bevölkerungsgruppe nicht mag. Meine Meinung. Ich darf schreiben „Geht gegen sie vor“. Das wäre wider dem geltenden Gesetz. Ich trage die Konsequenzen, die im schlimmsten Fall „Volksverhetzung“ heisst.

Ich darf beleidigen, kritisieren, niedermachen, Gerüchte kochen – das alles darf ich. Aber – Meine eigene Reputation leidet, oder nicht. Je nachdem für was ich mich entscheide. Was ich schreibe. Und das kann mir zumindest niemand vorschreiben.

Brauchen Blogger Regeln?

Gegenfrage: Wer würde diese aufstellen, und was passiert, wenn ich mich nicht daran halte? Blogger brauchen keine Regeln, weil es niemanden gibt, geben wird und gegeben hat, der darüber entscheiden kann, was richtig und was falsch ist. Ein Blog ist keine Demokratie. Ich bestimme WAS, und WANN ich veröffentliche.

Ich bin auch niemandem Rechenschaft schuldig. Wenn ich nur geistigen Müll und hirnverbranntes Zeug veröffentliche, muss ich mich nicht wundern, wenn es keiner liest. Das ist aber meine Entscheidung. Möchte ich gerne zufriedene Leser – und das ist das Ansinnen eines jeden Blogs, so denke ich – dann brauche ich keine diktierten Regeln, sondern kommuniziere mit den Lesern. Schwachsinn dafür Regularien, die über Höflichkeit hinausgehen, zu erdenken.

Was tue ich um ethisch korrekt zu bloggen?

Auch diese Frage wurde gestellt und direkt dahinter – Veröffentlicht Ihr Eure Einnahmen oder habt Ihr Eure persönlichen Regeln für Werbung erstellt?
Wieder zeigt der Autor des Initialartikels der Blogparade das es nicht um Ethik als solche geht, sondern um das viel kleinere Unterthema „Geld“. Im eigenen Beitrag der Seite „Webblogmarketing“ zur Parade wird Ethik als Mittel der Unterscheidung zwischen „gut“ und „Böse“ differenziert. Konform gehe ich nicht mit der, von mir schlussgefolgerten Unterstellung, Geld sei „Böse“ und ich sollte meine Einnahmen veröffentlichen, damit mein Blog transparent und fair gegenüber den Lesern ist.

Ethisches Bloggen bedeutet in meinen Augen, und da stimme ich Henning Uhle zu, man Selbst zu sein. Wenn mein Selbst aber keine Einnahmen veröffentlichen will, und diesen Teil des Blogs nicht transparent macht, bin ich dann unfair? Ich erzähle meinen Freunden und Kollegen auch nicht, wie viel Gehalt ich letzten Monat hatte. Man fragt mich auch nicht. „Über Geld spricht man nicht“. Aber bin ich deswegen ein schlechterer Kollege? Nein. Und ein schlechterer Blogger bin ich auch nicht.

Ethische Betrachtung von „Geld und Blogs“

Betrachten wir Ethik, als das was es eigentlich ist. Philosophisch betrachtet steckt, in einfacher Formulierung, die Frage „Was soll ich tun“ dahinter. Es geht also um die Frage richtigen Handelns.

Seit jeher ist es doch aber so, dass für geleistete Arbeit ein Lohn zu erwarten war. Das ist ethisch. Das ist gut, das ist Sitte. Unethisch der, der den Lohn verweigert. Richtig handelt also der, der für getane Arbeit einen Lohn zahlt. Und auch der, der für getane Arbeit seinen Lohn empfängt. Würde er keinen Lohn annehmen, würde er den Zahlenden dazu zwingen, sich unethisch zu verhalten, was an sich schon wieder unethisch ist.

Egal ob das leckere Essen der Lohn für das gejagte Wild ist, oder das neue Auto der Lohn für viele Stunden in der Fabrik. Oder eben der Klick auf eine Adsense Anzeige der Lohn für einen geschriebenen Text. Ich muss für meine Texte sogar belohnt werden! Weil es Arbeit ist sie zu schreiben!

Unethisch seit ihr, wenn ihr mich nicht belohnt! Weil ihr mir meinen Lohn nicht zahlt! Ihr findet meine Texte toll, aber ihr klickt nicht auf LIKE, TWEET, oder sonstigen Scheiß, den ich als meinen Lohn für MEINE getane Arbeit ansehe! Ihr seit unethisch, unmoralisch. Schon alleine das LESEN verpflichtet euch dazu mich zu entlohnen. Seht das mal so!

Allen, die jetzt behaupten, das Bloggen keine Arbeit sei, denen muss ich sagen – Ich bin wirklich neidisch auf euch. Für mich ist Bloggen wirkliche Schwerstarbeit. Recherche, Korrektur (mal schlecht, mal gut), Schreiben, Tippen, Sprechen, Vernetzen, Programmieren – Stunden von Arbeit, die ich auch im Schwimmbad verbringen könnte. Warum ich das mache? Weil ich das einfach toll finde. Ich liebe diese Arbeit.

Und wer kann schon von sich behaupten nur das zu tun, worauf er gerade Bock hat?

Lange Rede

Es fasziniert mich immer wieder, wie viele Leute sich darüber aufregen, oder zur Sprache bringen, dass Menschen wie ich das Mittel Blog nutzen, um Geld zu verdienen. Ich komme nicht dahinter, warum das so furchtbar interessant ist. Ethik und Moral werden angeführt, aber was ist unethisch oder unmoralisch am Wunsch, sich seinen Platz an der Sonne, der von Geburt an zusteht, mit allen Mitteln erreichen zu wollen?

Jeder nutzt das Handwerkszeug, dass ihm gegeben wurde. Der eine Bloggt, der Andere baut Häuser, der Eine geht in die Politik, der Andere knackt Schlösser. Jeder macht das, was er am besten kann. Und einige wenige gestalten ein Medium, dass von allen genutzt werden KANN. Auch hier ist es freie Entscheidung und vielleicht zu unkritisches Denken, wenn der Einfluss des „Internets“ so groß wird, dass eine Diskussion darüber in Gang gebracht wird, wie ein Blogger Geld verdient, und ob.

Hat sich jemand schon über Amazon und Ebay beschwert? Die verdienen Geld mit Beiträgen! Um Himmels willen! Nein – niemand hat sich beschwert. Warum auch? Alle haben ihren Nutzen davon.
Genau so sehe ich das bei Blogs – solange diese einen Nutzen für den Leser haben, und nicht hirnverbrannter Müll, diskriminierende Aussagen, Beleidigungen und sonstige dumme Inhalte dominieren, solange darf ich, und muss ich damit Geld verdienen. Alles andere ist unethisch. Und die Frage nach Ethik und Moral bei Texten stellt sich dabei gar nicht erst, weil es eine Grundvoraussetzung ist, so zu schreiben, dass die Masse damit klar kommt – oder sie kommen nicht wieder. Oder schlimmer noch – sie ignorieren meine Affiliate Links.

In einem Satz: Bleib Du selbst, Hab kein schlechtes Gewissen bei Deinen Beiträgen, schreibe wahr und richtig, übe Dich in konstruktiver Kritik, sei nett und höflich – Ethik und Moral werden Dir nie im Wege stehen.
Sascha Oertlin

{ 2 Kommentare… lies sie weiter unten oder Lass Deine Meinung da }

Steven Januar 28, 2014 um 18:24

Hallo Sascha,

Toller Artikel. ich bin auch der Meinung, dass man als Blogger über alles schreiben kann, was man will. Werbung und Geld verdienen im Internet ist auch nichts schlechtes, wenn es gleichzeitig auch einen Mehrwert für die Leser des Blogs bietet.

Gruß

Steven

Sascha Januar 29, 2014 um 04:42

Hallo Steven,
danke für Dein willkommenes Lob. Ich bin auch der Meinung, das Mehrwert das Wichtigste ist. Dann klappt das auch mit Google :-)

Gruß
Sascha

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